Traumhaft speisen

Das skandinavische Land hat neben dem gesunden Knäckebrot und den schmackhaften Fleischbällchen „Köttbullar“ weit mehr zu bieten. Gerade beim Fisch zeigt sich das Land von seiner raffiniertesten Seite aber auch wer auf süße Verführungen steht, kommt hier nicht zu kurz.

Eine kleine Auswahl der beliebtesten Klassiker der schwedischen Küche haben wir hier für Sie aufgeführt.

Weitere schwedische Leckereien finden Sie auf der offiziellen Homepage von Sweden.se. Dort gibt es außerdem Informationen zu den schwedischen Traditionen und Festbräuchen wie beispielsweise zum Krebsfest, Mittsommer und zum Lucia-Fest und Sie erfahren, welche Köstlichkeiten zu welchem Fest genossen werden.

Rezept Kanelbullar

Kanelbullar

von Lena Katarina Swanberg und Carl Jan Granqvis

Zimtschnecken sind ein Klassiker auf den schwedischen Kaffeetafeln, die sich – als das Selbstbacken noch hoch im Kurs stand – zu reinen Orgien entwickelten, mit Hefe- und Rührkuchen, Kleingebäck, gefüllten Kuchen, Torten und Törtchen.

Die Tradition lebt. Wird man in Schweden auf eine Tasse Kaffee nach Hause eingeladen, bekommt man immer eine Zimtschnecke oder ein Stück Kuchen oder Torte dazu. Und in den Cafés macht Kleingebäck allen riesigen amerikanischen Muffins Konkurrenz.

Zutaten

(25 Stück)
35 g Hefe
125 ml (ca. 105 g) Zucker
300 ml Milch
1 Ei
120 g Butter
1 TL Salz
1 EL Kardamom, gemahlen
750 g Weizenmehl

Füllung:
100 g weiche Butter
50 ml (ca. 43 g) Zucker
2 EL Zimt
Zum Bepinseln:
1 Ei
2 EL Wasser
Hagelzucker

Zubereitung

In einer Schüssel die Hefe in etwas Milch auflösen. Butter zerlassen und zur Milch geben. Die restlichen Zutaten hinzufügen und den Teig in der Küchenmaschine 10-15 Minuten durchkneten. Teig zugedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Den Teig zu einer Dicke von ca. 3 mm und einer Breite von ca. 30 cm ausrollen und mit der weichen Butter bestreichen. Zucker und Zimt mischen und über den Teig streuen. Diesen dann zu einer langen Rolle zusammenrollen und in 25 Scheiben schneiden. Die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben in Papierförmchen legen und auf einem Backblech zugedeckt ca. 60 Minuten oder bis zur doppelten Größe gehen lassen.

Rezept Köttbullar

Köttbullar

von Lena Katarina Swanberg und Carl Jan Granqvis

Fleischbällchen werden vor allem mit Liebe zubereitet. Deshalb sind „Mamas Fleischbällchen“ in Schweden ein Begriff und die Lieblingsrezepte zahlreich. Einige reiben die Zwiebel roh direkt in die Masse, andere hacken sie lieber und braten sie separat. Einige essen die Fleischbällchen am liebsten mit gebundener brauner Soße, andere bevorzugen den dünnen Bratensaft; und auf dem Smörgåsbord serviert man die Fleischbällchen am besten ohne jede Soße.

In Südschweden darf Gehacktes gern ein wenig fetter sein, je weiter man jedoch nach Norden kommt, desto geringer wird der Speckanteil. Die Semmel- oder Zwiebackbrösel hingegen, die in der Milch aufquellen und denen die Fleischbällchen ihre spezielle, weiche Konsistenz verdanken, sind ebenso unabkömmlich wie die zu diesem Gericht gehörenden Preiselbeeren.

Zutaten

(4-6 Personen)
500 g Gehacktes (halb Rind, halb Schwein)
250 ml Milch
150 ml (ca. 75 g) Semmelbrösel
1 Ei
1 gelbe Zwiebel
Salz, weißer Pfeffer
Pimentkörner, gemahlen

Zubereitung

Die fein gehackte Zwiebel in etwas Butter glasig dünsten. Die Semmelbrösel in der Milch einweichen. Gehacktes mit der Zwiebel, dem Ei, der Milch-Semmelbrösel-Mischung und den Gewürzen bis zur gewünschten Konsistenz (vorzugsweise in der Küchenmaschine) durcharbeiten und abschmecken. Ist die Masse zu fest, etwas Wasser hinzugeben. Zur Kontrolle des Geschmacks probeweise ein Fleischbällchen braten. Dann mit Hilfe zweier Löffel kleine Bällchen formen und diese auf einen mit Wasser abgespülten Teller legen. Ein großzügiges Stück Butter in einer Bratpfanne erhitzen, bis sie braun wird. Wenn sie nicht mehr schäumt, die Fleischbällchen rundum gleichmäßig braun braten. Mit Kartoffelpüree oder Salzkartoffeln und kalt gerührten Preiselbeeren servieren.

Saffransbullar und pepparkakor

Saffransbullar und pepparkakor

von Lena Katarina Swanberg und Carl Jan Granqvis

Safrangebäck und Pfefferkuchen gehören zur schwedischen Weihnachtszeit. Die weihnachtlichen Hefeteige verfeinert man gern mit goldenem Safran und dunklen Rosinen und formt sie zu so genannten Lussekatter. Die Pfefferkuchen werden zu Männern und Frauen, Schweinchen und Herzen ausgestochen und gern mit einer Glasur verziert.

Zutaten

300 ml (ca. 210 g) Farinzucker
250 ml (ca. 213 g) Zucker
150 ml dunkler Sirup
150 ml Wasser
300 g Butter
2 EL Zimt, gemahlen
2 EL Ingwer, gemahlen
2 EL Gewürznelken, gemahlen
1 EL Natron
900-1000 g Weizenmehl

Zubereitung

Für die Pfefferkuchen Farinzucker und weißen Zucker, Sirup und Wasser in einem Topf erwärmen, Butter zufügen und schmelzen lassen, umrühren und etwas abkühlen lassen. Danach die Gewürze und das Natron zugeben. Abschließend fast das gesamte Mehl einarbeiten und so lange kneten, bis eine geschmeidige Konsistenz erreicht ist. Mit etwas Mehl bestäuben und über Nacht kalt stellen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten, eventuell noch etwas Mehl hinzugeben. Dünn ausrollen und Formen ausstechen. Bei 180°C im Ofen 8-10 Minuten backen. Auf dem Blech abkühlen lassen.

Saffransbullar und pepparkakor

Zutaten

(25 Stück)
3 g Safranfäden
50 g Hefe
250 ml (ca. 213 g) Zucker
300 ml Milch
1 Ei
150-200 g Butter
1 TL Salz
750 g Weizenmehl
150 ml (ca. 90 g) Rosinen
Zum Bepinseln:
1 Ei
2 EL Wasser

Zubereitung

Für das Safrangebäck, hier in Form von Lussekatter, den Safran zusammen mit einem Stück Würfelzucker im Mörser zerstoßen. (Wer genug Zeit einplant: Einige Tropfen Cognac auf die Mischung träufeln und mehrere Tage ziehen lassen.) Die Hefe in einer Schüssel zerkrümeln und in etwas Milch auflösen. Die Butter zerlassen und zur Milch geben. Die restlichen Zutaten, nicht aber die Rosinen, hinzufügen und die Masse in der Küchenmaschine 10 Minuten gut durchkneten. Danach den Großteil der Rosinen vorsichtig in den Teig einarbeiten und diesen dann zugedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Den Teig in 25 Stücke teilen und diese zu ca. 10 cm langen Schlangen rollen, 10 Minuten zugedeckt ruhen lassen, weiter zur doppelten Länge ausrollen und die Enden dann entgegengesetzt zueinander wieder einrollen. In die Mitte jeder Schnecke eine Rosine drücken. Auf ein gefettetes Backblech legen und zugedeckt nochmals ca. 90 Minuten oder bis zur doppelten Größe gehen lassen. Im Ofen 5 Minuten bei 220°C backen. Ei und Wasser verrühren und das Gebäck damit bestreichen. Auf dem Blech abkühlen lassen.

Rezept Köttbullar

Toast Skagen

von Lena Katarina Swanberg und Carl Jan Granqvis

Toast Skagen ist eine Kreation des beliebten schwedischen Gastronomen Tore Wretman. Mehr als jeder andere machte er sich in der Nachkriegszeit um die kulinarischen Traditionen Schwedens verdient, und als die schwedische Hausmannskost begann, zugunsten von ausländischem Fastfood in Vergessenheit zu geraten, holte er die klassischen Gerichte in die vornehmen Restaurants und verlieh ihnen neuen Status.

Benannt nach einem Fischereihafen an der Nordspitze Dänemarks, steht Toast Skagen in Schweden heute ganz einfach für „Fest“. Wer richtig feiern will, tut dies mit verschwenderisch viel Maränenrogen – und einem Dillstängel als Fanfare!

Zutaten

(4 Personen)
4 Scheiben weißes Toastbrot
320 g geschälte Garnelen
50 ml Majonäse
1 EL Dijon Senf
150 g Maränenrogen (löjrom)
50 g Dill
1 Zitrone
Butter

Zubereitung

Kanten vom Brot abschneiden. Die Scheiben in etwas Butter auf beiden Seiten goldbraun braten und auf Küchenkrepp legen. Größere Garnelen in Stücke schneiden. Vier Stängel Dill für die Garnitur beiseite stellen. Den restlichen Dill fein hacken, mit den Garnelen, der Majonäse und dem Senf vermengen und auf den gebratenen Brotscheiben verteilen. Aus Maränenrogen mit Hilfe zweier Löffel Eier formen und jeden Toast mit einem solchen Ei belegen. Mit Dill ausgarnieren und mit einem Stück Zitrone servieren.

Rezept Köttbullar

Kall inkokt lax

von Lena Katarina Swanberg und Carl Jan Granqvis

Der kalte gekochte Lachs ist ein schwedischer Mittsommerklassiker, der mit einem Löffel Majonäse, mit Gurkensalat und den ersten, mit Dill gekochten, neuen Kartoffeln gereicht wird. Das traditionelle Dessert besteht aus Erdbeeren mit Schlagsahne, die manchmal einen Napfkuchen krönen und diesen so zu einer hübschen Torte werden lassen.

Lachs in allen Variationen – gepökelt, gebeizt, geräuchert – ist ein herrlicher Klassiker auf dem Smörgåsbord. So auch der kalte gekochte Lachs. Alle Lachsgerichte eignen sich darüber hinaus außerordentlich gut als Vorspeise oder elegante kleine Mittagsmahlzeit.

Zutaten

(4 Personen)
4 Scheiben weißes Toastbrot
320 g geschälte Garnelen
50 ml Majonäse
1 EL Dijon Senf
150 g Maränenrogen (löjrom)
50 g Dill
1 Zitrone
Butter

Dill-Majonäse:
1 Eigelb
1 El Dijon Senf
1 EL guter Weinessig
Salz, weißer Pfeffer
200 ml Rapsöl
100 ml saure Sahne oder Crème fraîche
1 Bund Dill

Gurkensalat:
1 grüne Gurke
Essig (12%)
Zucker
Wasser
Petersilie

Zubereitung

Kanten vom Brot abschneiden. Die Scheiben in etwas Butter auf beiden Seiten goldbraun braten und auf Küchenkrepp legen. Größere Garnelen in Stücke schneiden. Vier Stängel Dill für die Garnitur beiseite stellen. Den restlichen Dill fein hacken, mit den Garnelen, der Majonäse und dem Senf vermengen und auf den gebratenen Brotscheiben verteilen. Aus Maränenrogen mit Hilfe zweier Löffel Eier formen und jeden Toast mit einem solchen Ei belegen. Mit Dill ausgarnieren und mit einem Stück Zitrone servieren.

Tomatsill - eingelegte Heringe

Tomatsill - eingelegte Heringe

Bei der Reise entlang der schwedischen Westküste und dem Besuch vieler Fischerdörfer bekommt jeder Reisende gleich Appetit auf Fisch. Den kann man in Fischgeschäften kaufen oder im Fischrestaurant ein schmackhaftes Gericht bestellen. Eingelegten Hering kann man jedoch auch leicht selber machen.

Zutaten

4 Matjesheringsfilets
4 rote Zwiebeln
300 g Tomatenketchup
1,5 EL Essig (zum Einmachen)
3 EL Zucker
1 Prise Salz
1 TL zerstoßener weißer Pfeffer
4 EL Öl

Zubereitung

Zunächst den Hering in schmale, rund 5 cm lange Streifen schneiden. Die Zwiebeln werden in dünne Ringe geschnitten. Beides wird in ein Glas geschichtet. Mit den übrigen Zutaten wird die Marinade erstellt, die dann über Hering und Zwiebeln gegossen wird. Einige Stunden, besser über Nacht, muss der „Tomatsill“ in den Kühlschrank bevor er serviert werden kann.